Interviews

Postbank Magazin „Wohnen“, Winter 2018

Die Redaktion der Postbank ist auf mich Aufmerksam geworden und hat um ein Interview zum Thema „Lifestyle Typen und der Wahl des richtigen Sofas“ befragt. Und worauf Verbraucher unbedingt achten sollten bei der Wahl des Möbelstückes. Hier könnt ihr das Ergebnis des Interview lesen. Welcher Typ Sofa seid ihr?

Für Spontane

Sie wissen noch nicht genau, wo Sie nächstes Jahr wohnen werden? Kein Problem: Dieser
Zweisitzer macht alles mit.

Heute München, morgen Frankfurt, übermorgen Berlin: Wer oft umzieht, liegt mit diesem Klassiker genau richtig. Den Zweisitzer gibt es in einer Länge von 1,30 bis 1,60 Metern, sodass zwei Personen bequem darauf Platz finden. Zwei- und Dreisitzer lassen sich in der Regel einfach transportieren und passen in die meisten Räume gut hinein. „Gerade im urbanen Umfeld ist der Wohnraum oft sehr beengt“, erklärt Expertin Sarah Wietrzychowski. „Deshalb setzen dort viele Menschen auf kleinere Sofas wie Zwei- oder Dreisitzer.“ Wer für einen ausgedehnten Netflix-Marathon mehr Gemütlichkeit benötigt, kann sich ganz einfach mit einer Fußbank oder einem Pouf behelfen. Damit es wirklich bequem ist, sollte dessen Sitzhöhe einen Zentimeter über der des Sofas liegen. Und das Beste daran: Das Arrangement ist schön flexibel. Denn schon am nächsten Tag können Sie die Fußbank ganz einfach als Unterlage für Zeitschriften oder als Sitzgelegenheit für Ihre Gäste nutzen.

Für Gesellige

Wer gelegentlich Übernachtungsgäste hat, braucht nicht unbedingt ein Gästezimmer mit zusätzlichem Bett – wenn er ein hochwertiges Schlafsofa hat.

Falls einer Ihrer Partygäste den letzten Bus verpasst hat oder eine alte Studienfreundin überraschend in der Stadt ist, müssen Sie niemanden ins Hotel schicken. Voraussetzung ist ein bequemes und gut konzipiertes Schlafsofa. Durch Zurückklappen der Rückenlehne oder komplexere Auszugsmechanismen entsteht eine Liegefläche für mindestens eine Person. Ganz schön multifunktional: tagsüber gemütliche Sofaecke, nachts die praktische Schlafgelegenheit. „Schlafsofas sind in Deutschland gar nicht so leicht zu finden“, weiß Sarah Wietrzychowski. „Es ist durchaus anspruchsvoll, gute Modelle zu entwerfen. Daher
spezialisieren sich nur wenige Hersteller darauf.“ Eine Herausforderung beim Design stellen zum Beispiel die Armlehnen dar. Sie lassen sich häufig nicht wegklappen und stören möglicherweise beim Schlafen. Daher verzichten viele Anbieter (anders als in unserem
Beispiel) ganz darauf. Dann müssen sie gegebenenfalls fehlende Armlehnen mit Kissen ausgleichen.

Für Entspannte

Lieber sitzen oder liegen? Mit dem Chaiselongue-Sofa ist beides möglich.

Egal ob Ihnen der Möbelverkäufer eine Chaiselongue, eine Récamiere oder eine Ottomane zeigt: Gemeint ist in den meisten Fällen ein Sofa, das auf einer Seite eine verlängerte Sitztiefe aufweist. Auf diese Weise können Sie darauf sowohl sitzen als auch liegen oder lümmeln. Durch die Verlängerung ist eine Chaiselongue allerdings nicht ganz so flexibel wie etwa
ein schlichter Dreisitzer. Dafür haben diese Liegesofas eine andere Stärke, weiß Sarah Wietrzychowski: „Dieses Modell eignet sich gut als Raumteiler.“ Warum? „Dieser Sofatyp ist in den allermeisten Fällen von allen Seiten einheitlich mit hochwertigem Stoff bezogen.“ So müssen Chaiselongues nicht zwingend an der Wand stehen.

Für Kreative

Sie brauchen ab und zu ein wenig Abwechslung? Dann ist ein Modulsofa das Richtige für Ihr Zuhause.

Diese Sofas liegen derzeit voll im Trend. Der Clou: Sitzflächen und Lehnen lassen sich nach Lust und Laune kombinieren und auch später immer wieder neu anordnen. Die Devise lautet „Mix & Match“ – genau das Richtige für kreative Köpfe und passionierte Umräumer, denn sie können dabei auch mit unterschiedlichen Textilien arbeiten und damit jede Menge Abwechslung in ihr Heim bringen. „Modulsofas sind auch ideal, wenn Sie häufig Gäste empfangen“, sagt Sarah Wietrzychowski. „Dann lässt sich das Sofa gezielt für eine angenehme Gesprächssituation umarrangieren.“ Wer also am Samstag zur wilden Party einlädt, aber am Sonntag lieber wieder mit dem oder der Liebsten vor dem Fernseher kuschelt, ist mit diesem Sofatyp bestens beraten.

Wie man Sofas kauft

Polstermöbel unterscheiden sich anhand diverser Qualitätsmerkmale. Auf diese hier sollten Sie achten:

Faktor 1: Sitzkomfort

  • Zweck Machen Sie der Sitzkomfort von der Verwendung abhängig: Möchten Sie möglichst repräsentativ sitzen? Dann sollten Sie ein festes Sofa mit geringer Sitztiefe aussuchen. Zum Lümmeln sind weiche Polster und hohe Sitztiefen geeignet.
  • Langlebigkeit Sofas sind mit Federkern oder Kaltschaum gepolstert (wobei erstere schwer zu reparieren sind). Hoch belastbare Kaltschäume ab 80 kg/m3 sorgen für langfristige Nutzung des Mobiliars.
  • Sitzhöhe Die durchschnittliche Höhe von Sitzmöbeln beträgt 45 cm. Kleinere Menschen sollten um die 43 cm veranschlagen, große und ältere 47 bis 48 cm – denn je tiefer ein Sofa ist, desto schwerer fällt das Aufstehen.

Faktor 2: Material

  • Velours In der Polyesterversion ist dieser Stoff extrem schmutz- und wasserabweisend. Je kürzer und samtiger der Flor ist, als desto langlebiger gilt der Bezug. Die unterschiedlichen Nuancen der Oberfläche bringen Dynamik in den Raum.
  • Naturstoffe Wolle und Baumwolle sorgen für ein angenehmes Gefühl auf der Haut. Sie sind allerdings auch sehr pflegebedürftig. Ein Grund dafür ist, dass sie Feuchtigkeit besonders gut aufnehmen.
  • Leder Das edle Material ist teuer in der Anschaffung. Wer es sich gönnt, sollte es gut pflegen: Nicht direkter Heizungsluft oder Sonneneinstrahlung aussetzen, sonst ist die Schönheit bald dahin.

Faktor 3: Stoffqualität

  • Pilling Dies ist die Fachbezeichnung für die Fussel- oder Knötchenbildung eines Stoffes. Fragen Sie im Geschäft danach: Auf der Skala steht die Eins für extreme, die Fünf für überhaupt keine Fusselbildung.
  • Scheuerbeständigkeit Ist Ihre Familie groß oder leben Sie alleine? Damit Ihr Sofa lange hält, sollten Sie bei hoher Beanspruchung auf den sogenannten Martindale- Wert achten. Je höher er ist, desto scheuerbeständiger bleibt der Bezug.
  • Farbbeständigkeit Generell bleichen alle Stoffe bei Lichteinwirkung aus. In der Regel sind synthetische Stoffe in dieser Hinsicht jedoch belastbarer als Naturmaterialien wie Baumwolle oder Wolle

Afilii Design „Prototypen“, Frühjahr 2018

Der Kontakt zu Afilli Design entstand im Rahmen einer Kooperationsanfrage. Als Afilli sein Konzept mir vorgestellt hatte, kam es zu einem Interview über meine Bachelor Abschlussarbeit, welches ihr hier nachlesen könnt: “ Möbel aus Pappe & ökologische Kindermöbel von Sarah Wietrzychowski

F: Warum gestalten Sie für Kinder?

A: Kinder sind unvoreingenommen und offen gegenüber Neuem. Sie lernen unheimlich schnell und dabei ist es wichtig, auf welche Art sie gewisse Dinge vermittelt bekommen. Als Designerin sehe ich es als Aufgabe nicht nur Gegenstände in die Welt zu setzten, die ästhetisch reizvoll sind, sondern einen Mehrwert haben.

F: Was inspirierte Sie zu Ihren Pappmöbeln für Kinder?

A: Ursprünglich war die Möbelserie für die großen Kinder unter uns gedacht, die ein dynamisches Leben führen, häufig ihren Wohnort wechseln – mit enormen Auswirkungen auf unsere Umwelt. Im Laufe der Entwicklung habe ich viel Zuspruch von Eltern bekommen, denen es immer wichtiger geworden ist, mit welchen Dingen sich ihre Kinder umgeben und woher die Spielsachen kommen. Somit inspirierten mich die Gespräche mit Freunden bzw. Eltern.

F: Warum sind Ihre Möbel aus Pappe für Kinder besonders gut geeignet?

A: Die Möbel sind kinderleicht und zu 100% recycelbar. Jedes Kind kann sich auf den Möbeln individuell verwirklichen und diese bemalen oder bekleben, sowie es ihnen beliebt. Dazu lernen Sie frühzeitig den Umgang mit alternativen Ressourcen und eine Wertschätzung für Mutter Natur.

F: Und wie reagieren Kinder auf Ihre  Möbel aus Pappe?

A: Die ersten Kinder haben sofort zu Buntstiften gegriffen und sich auf den Möbeln verewigt. Sie arrangieren die Möbel auf ihre Art und Weise, stapeln sie und benutzen sie als Spielzeug. So sind meine Pappmöbel für Kinder sowohl ein Möbel als auch ein Spielzeug.

F: Gibt es weitere Produkte, die Sie speziell für Kinder gestalteten?

A: Momentan nicht. Derzeit besteht die Möbelserie für Kinder aus einen Hocker, Nachttisch, Couchtisch und Schreibtisch.

F: Womit haben Sie selbst als Kind gespielt? 

Das ist lange her, aber woran ich mich erinnere, ist, dass die Spielsachen meines Bruders oft interessanter waren als meine »Mädchen-Spielsachen«. Ansonsten habe ich mir gerne »Butzen« gebaut – somit waren meine Spielsachen Decken, Kissen und Stühle.

F: Gab es ein Lieblingsspielzeug darunter?

A: Mein Lieblingsspielzeug war unser Baumhaus im Garten – hier haben mein Bruder und ich viel Zeit verbracht und in den Wald hinter unserem Grundstück gespäht. Auch wenn es nur 2 m² groß war, hat es für uns eine Fantasiewelt dargestellt, in der nur wir Kinder Zutritt hatten.


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